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1.Mai in Sachsen – wer zu spät kommt, den bestraft das Leben Als die Regierung der Nationalen Revolution den 1.Mai im Jahre 1933 erstmals zum Volksfeiertag erhob, wollte sie – laut Dr. Goebbels – damit zum Ausdruck bringen, dass die Verbundenheit des ganzen deutschen Volkes mit der nationalen Arbeit, ihrem Schöpfern und Trägern eine unlösliche und schicksalgegebene ist. Das deutsche Volk zerriss die Schranken der Klassen, welche die Protagonisten des Bolschewismus und des Liberalismus zwischen Deutschen und Deutschen errichtet hatten.Heute steht die Begehung dieses Feiertages weniger im Zusammenhang mit Arbeit und Volk, als vielmehr im unseligen Zeichen gewerkschaftlicher Aufläufe, mit all ihren entarteten Auswüchsen. Eine Stunde wird gegen die Regierung gewettert um danach wieder in Eintracht mit den Politikern der etablierten Clique bei Sauf- und Fressgelagen zu feiern.Widerstandskämpfer und politische Aktivitsen nahmen auch dieses Jahr den 1.Mai zum Anlass, dem System aufzuzeigen, dass man nicht länger bereit ist, nach den Spielregeln der Herrschenden zu tanzen und sich an den ewig wiederkehrenden Ritualen von Brot und Spiele zu beteiligen. Und so hieß es gegen ein System auf die Straße zu gehen, was unserem Volk immer mehr die Luft zum Atmen nimmt. Privatisierung und Markwettbewerb stehen für den Ausverkauf einer gesamten Infrastruktur und lebensnotwendiger Bereiche, die durch Mühe und Schweiß aus unserem Volk geschaffen wurde. Der Mensch zählt nur noch als Humankapital und ist nur noch als zahlender Konsument geachtet. Dieses System funktioniert mit all seinen Institutionen, die sich den Staat zur Beute gemacht haben. Dazu zählen Wirtschaftlobbyisten, Berufsdemokraten, Staatsdiener und auch der staatlich subventionierte Anti-Faschismus. Und so trafen sich ganz unverhofft und spontan mehr als 250 Widerstandskämpfer in Roßwein, um auf das Anti-Faschistische Jugendzentrum in der Goldbornstraße 18 aufmerksam zu machen. Dieses Jugendzentrum wird aus öffentlichen Geldern finanziert und seit dem 10.Juli 2004 beschäftigt man unter anderem den Anti-Faschistischen Multi-Funktionär Thomas Hannich als vermeintlichen Sozialarbeiter. Sein „soziales“ Engagement besteht darin, jungen Menschen sein Anti-Faschistisches Weltbild zu diktieren und mit gewalttätigen Anti-Faschisten zusammen zuarbeiten. So durfte auch schon die, in der ersten Instanz wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilte Anja Bierig, als Kampfsporttrainerin in diesem Jugendzentrum auftreten. Anja Bierig wurde vom Amtsgericht Dresden zu einer einjährigen Haftstrafe auf zwei Jahre Bewährung verurteilt, weil sie mit einer Eisenstange auf eine 63-jährige Frau einschlug. Mit einen Transparent wurde auf diese beiden Protagonisten der gewaltbereiten Antifa-Szene hingewiesen und der Bürger wurde zudem mit einem Flugblatt aufgeklärt. Als die erste Station erfolgreich absolviert wurde, erschienen die ersten Polizeikräfte, die erstaunt darüber waren, dass junge Deutsche ihr Recht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen. Nächstes Ziel war nun Riesa, wo sich schnell und unverhofft ein Marschzug auf der Hauptstraße in Bewegung setzte. Mit antikapitalistischen Parolen und einer Vielzahl von zufällig mitgeführten Transparenten konnte der Bürger mit der Realität in dieser BRD konfrontiert werden. Auf einer großen Kreuzung fand sich auch zufällig ein Redner mit einem Megaphon, der auf die Notwendigkeit des nationalen Befreiungskampfes einging und als klare Alternative zum herrschenden System den nationalen Sozialismus aufzeigte. Auch in Riesa war die Staatsmacht in Uniform nur zum Zuschauen verdammt. Ungehindert konnte man dann auch die Weiterfahrt nach Oschatz antreten, wo man aber eher auf unfreundliche Polizeibeamte traf. Nichts desto trotz setzte sich auch hier spontan ein Demonstrationszug in Richtung Marktplatz in Bewegung. Auf dem Marktplatz angekommen, fand man auch schnell wieder den bereitwilligen Redner, der immer noch sein Megaphon bei sich hatte. Und so konnte man auch in Oschatz dem Bürger über das Anliegen der Demonstration zum 1.Mai aufklären. Nach der Kundgebung wurden die Polizeikräfte immer hektischer und man versuchte nun seitens der Staatsmacht mit Gewalt gegen junge Menschen vorzugehen. Es mag wohl auch beim Polizeieinsatzleiter der Frust bestanden haben, dass an diesem Tag das Überwachungssystem BRD versagt hatte und man keine Kenntnis davon hatte, dass junge Widerstandskämpfer und politische Aktivisten am 1.Mai von ihrem Versammlungsrecht gebrauch machten. Und da man in dieser „Demokratie“ darauf bedacht ist, öffentliche Meinungsauftritte zu verhindern schnüffeln neben Verfassungsschutz, Polizeibehörden auch Anti-Faschistische Vorkämpfer wie Kerstin Köditz (SED-PDS) im Vorfeld nach Hinweisen, wo gegebenenfalls oppositionelle Gruppen und Menschen auf die Straße gehen könnten. Da aber auch ihr Netzwerk von Anti-Faschistischen Rechercheteams nicht vollkommen ist, sandte der Antifa-Informationsticker noch am Vorabend des 1.Mai einen Hilferuf aus, wo man für den 1.Mai ein Denunziantentelefon im Bürgerbüro von Köditz auf der Malzhausgasse 6A in Grimma bereit stellte, wo man Demonstrationen oder Zusammenkünfte von politisch Andersdenkenden melden sollte. Alles in allem versagte aber hier der gesamte Apparat des Systems und so gab man sich am folgenden Tag des 1.Mai`s bestürzt und betroffen. Köditz möchte gleich weitere Mittel für das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen“, was bereits durch Millionen von Steuergeldern von Sächsischen Bürgern finanziert wird. Hierbei geht es aber nicht um einen politischen Anspruch, sondern man schafft mit den Geldern Strukturen, die zur Bekämpfung der politischen Opposition dienen. Als Beispiel sei hier Markus Kemper vom Kulturbüro Sachsen e.V. erwähnt, dessen Arbeit darin besteht, Gaststättenbetreiber unter Druck zu setzen, damit diese nicht ihre Räumlichkeiten politisch Andersdenkenden zur Verfügung stellen. Hierbei arbeitet man vorwiegend mit kriminellen Mitteln, indem man sich rechtswidrig Informationen, zum Beispiel durch Hacken auf private Rechner, verschafft. Das alles feiert man dann natürlich als Anti-Faschistisches Engagement.Und auch der Polizeichef von Westsachsen, Bernd Merbitz, sucht hilflos nach Antworten, wie in seinem Aufgabenbereich unerwartetes geschehen konnte. Gerade die Grund- und Bürgerrechte für die nationale Opposition wurden in der Vergangenheit von Merbitz immer wieder mit Füssen, oder besser gesagt mit Polizeiknüppel getreten.Die nationale Opposition wird sich auch in Zukunft ihr Handeln nicht diktieren lassen und manchmal kommt unverhofft ziemlich oft. Vielleicht finden sich schon morgen politische Aktivisten, die spontan vor dem Bürgerbüro von Köditz auf ihr unsägliches Wirken in der Unterdrückung missliebiger Meinung hinweisen.Gegen das System der Unterdrückung – für einen nationalen Sozialismus!!!Quelle: Ronny Thomas(Freie Offensive)Bericht 1. Mai 2007Teil I:DORTMUND, Vorfeldaktionen:Für mich begann der 1. Mai am Sonnabend, dem 28. April.Antikapitalistische Kaffeefahrt durchs Ruhrgebiet und Westfalen.Frühmorgens starteten zwei Reisebusse in X-Stadt, jeweils fast vollbesetzt (also mit zusammen rund 90 Leuten), dazu ein VW-Bus alsLautsprecherfahrzeug.Erste Station war Kamp-Lintfort. Morgens gegen 9.oo Uhr gab es nochkeine Gegendemonstranten. Die Polizei war mit geringen und eherunauffälligen Kräften vertreten. (Eine der wenigen Demonstrationenoder Kundgebungen, wo wir mal mehr waren als die Angehörigen derStaatsmacht.) Publikum gab es um diese frühe Zeit allerdings auch ncohnicht viel, gerade mal ein paar Dutzend Neugierige und Schaulustige,von denen sich einige durchaus zustimmend äußerten.Nach einer Stunde ging es weiter; Recklinghausen stand als nächstesauf dem Plan. Dort lief es nicht so reibungslos. Die Busse setzten unsvielleicht anderthalb Kilometer vom Kundgebungsort entfernt ab; wirwollten sie nicht dichter ranfahren lassen, um linke Angriffe zuverhindern, weil sonst der Rest der Fahrt fragwürdig gewesen wäre.Die Polizei wollte uns aber nicht zu Fuß zum Kundgebungsort lassen,sondern nur in den Bussen. Eine Weile wurde darüber verhandelt, daß wir nichtalle zusammen, sondern in Gruppen a zwanzig Mann gehen, mit jeweilseiner Minute Abstand. Aber diese Verhandlungen dinten wohl nur dazu,Zeit zu schinden. Schließlich verfiel die Polizei wieder darauf, nein,geht nur mit Bussen. Weil sich das alles hinzog, sagten wir dann kurzentschlossen: Wir haben noch ander Stationen auf unserem Weg;Recklinghausen nehmen wir uns mal für eine spätere Gelegenheit vor.Also aufsitzen und weiter!Dritte Station war Kamen. Hier hatten sich meiner Schätzung nach 150Gegendemonstranten eingefunden. (Die Medien sprachen, wohl leichtübertreibend, von 250.) Am Anfang gab es ein kleines Gerangel mitPolizisten, als Kameraden von un ein fahrlässigerweise über dieAbsperrgitter gehängtes linkes Transparent herunterrissen und es„beschlagnahmen“ wollten. Es wurden auch zwei Teilnehmerfestgenommen, die dann allerdings bis zum Ende der Kundgebung wieder in unserenReihen waren.Der linke Widerstand hatte sich auf die vierte und letzte Stationkonzentriert; Paderborn. Dort war unsere Kundgebung direkt vor demBahnhof. Auf der linken Seite standen uns etwa dreihundertGegendemonstranten gegenüber, auf der rechten Seite vielleicht doppeltso viele. (Also die Linken auf der rechten Seite, um es genauer zusagen.... Ob diese Positionierung eine Art weltanschauliche Aussagegewesen sein soll?) Größere Zwischenfälle gab es nicht. Lediglichauf die Rückreise mit unseren Bussen mußten wir verzichten; nicht wegenFeindeinwirkung, sondern weil sie jeweils nur einen Fahrer hatten unddie gesetzlichen Lenkzeiten beachten mußten. Daher fuhren wir dann mitder Bahn zurück; teilweise nach X-Stadt, wo wir unsere Autos hatten,oder die Kameraden, die schon mit der Bahn nach X-Stadt angereistwaren, direkt zu ihren Heimatorten.Eine Rednerliste habe ich nicht notiert; es wurde auch von Ort zu Ortgewechselt, wobei versucht wurde, jeweils mindestens einen Redner ausdem entsprechenden Einsatzort zu haben. Von den anderen ist mir noch inErinnerung, daß außer meiner Wenigkeit Daniela Wegner, Sven Skoda,Sachsa Krolzig und Claus Cremer sprachen.Alles in allem ein gelungener Tag; für mich persönlich der erste, andem ich an drei Kundgebungen teilgenommen habe, oder genaugenommen sogar anvier, wenn ich die durch polizeiliche Schikane behindertebeziehungsweise verhinderte in Recklinghausen mitzähle. Es war einelange Tour und entsprechend anstrengend, aber es hat sich gelohnt.Das nächste Mal war der 1. Mai für mich dann am 30. April, einemMontag. In Dortmund sollte eine „warm-up-Demo“ stattfinden. Allerdingswurde es dann eine stationäre Kundgebung. Die Polizei hatte den Veranstalterinständig gebeten, auf eine Kundgebung mit Marschstrecke zuverzichten. Der Veranstalter hatte gesagt: Können wir machen, wenn ihr uns einenwirklich schönen Kundgebungsort gebt! Wir bekamen einem vor demHauptbahnhof, und zwar an einer Passage in die Innenstadt, dieausgesprochen belebt war. Noch belebter wurde sie dadurch, daß amAbend in Dortmund ein „Rock-in-den-Ruin-Festival“ stattfand und ein Teilder Anreise dazu über den Bahnhof mit Bussen durchgeführt wurde.Zeitweilig setzte die Polizei auch etwa hundertzwanzig sogenannte autonomeJugendliche fest, weil sie nicht wußte, ob die zum„Rock-in-den-Ruin-Festival“ wollten oder unterwegs waren, um unsereVeranstaltung zu stören. Aber sie hatten wohl eher harmloseAbsichten...Eine Gegendemo konnten wir in einer Entfernung von mehreren hundertMetern mal vorbeiziehen sehen; sie werden wohl nicht mehr als achtzigMann oder so gewesen sein.Wir selbst waren auch nicht viele, knapp über fünfzig. Das mag unteranderem daran gelegen haben, daß ein paar Leute aus dem nicht mehrganz politischen Umfeld ausgerechnet am Vorabend des 1. Mai einSkinhead-Konzert in der unmittelbaren Nähe von Dortmund machenmußten. Da kommt schon der Verdacht auf, daß es Leute gibt, denen Kommerzwichtiger ist als Politik. Und damit meine ich nicht die eher geringeBeeinträchtigung der Mobilisierung für den Montagabend. Sondern ichmeine eher, daß Leute, die abends ein solches Konzert besuchen unddabei eine Menge Bier trinken, am nächsten Tag eher wenig Neigung haben,relativ früh an einer nationalen 1.-Mai-Demonstration teilzunehmen.Der Abend vor einem der wenigen zentralen Demonstrationstermine des ganzennationalen Lagers ist also für solche Freizeit- bzw.Kommerzveranstaltungen wirklich nicht der richtige Termin!Der Ärger darüber war allerdings nur kurz; die große Zahl vonBürgern, die wir während der ganzen zweistündigen Veranstaltung direkterreichen konnten, war viel erfreulicher. Auch konnten während der ganzen Zeitam Rande unserer Kundgebung Handzettel mit der Einladung für dieDemonstration am 1. Mai verteilt werden. Also einmal eine Veranstaltungmit erfreulich viel direktem Kontakt zum Normalbürger.Und dann kam der große Tag selbst.Zweiter Teil:DORTMUND, 1. Mai:Der umfangreiche Technik-Troß mit vier Fahrzeugen gelangte ungestörtzum Aufstellungsplatz S-Bahn Körne-West. In kleineren Gruppen trafen nachund nach bei 200 Teilnehmer ein. Und dann erlitt der Zustrom, derplangemäß gerade erst richtig beginnen sollte, eine Unterbrechung.Am Hauptbahnhof hatten linke Störer sich an die Gleise gekettet. DiesProblem aber war vom BGS (Bundespolizei) wohl bald gelöst worden.Schwerwiegender war eine Brandlegung auf der Strecke zwischen Dorstfeldund Körne-West. Diese beeinträchtige nicht nur die hölzernenBahnschwellen, sondern wohl auch ein darunter verlaufendes Kabel, sodaß der Strom für die ganze Strecke abgeschaltet wurde. Letzteres warmöglicherweise eine berechtigte Sicherheitsmaßnahme, denn wie wirspäter erfuhren, war noch am Mittwoch der Verkehr auf dieser S-Bahn-Linieunterbrochen.Nun saßen also zwischen 600 und 800 Teilnehmer in Dorstfeld fest undzwischen 200 und 250 am Hauptbahnhof.Die in Dorstfeld griffen zur Eigeninitiative – ungeachtet dessen,daß es ein langer Weg war, machten sie sich zu Fuß auf den Marsch. Dievöllig überraschte Polizei konnte dagegen erst einmal gar nichts machen,außer hinterherzulaufen. Wahrscheinlich waren ihre Kräfte auch anderswo nochbeansprucht. Denn eine Antifa-Demo mit mehreren hundert Teilnehmernhatte sich vorzeitig aufgelöst, und die radikeln Linken zogenrandalierend und nicht unbeträchtlichen Sachschaden anrichtend durchdie Innenstadt.Der Weg von Dorstfeld nach Körne-West ist allerdings ziemlich lang;die ganze Innenstadt liegt dazwischen. So war es nach (schätzungsweise)zwei Kilometern dann so weit, daß die Polizei massiver auffuhr und dieTeilnehmer auf der Rheinischen Straße mit Knüppeln und Reizgasstoppte. Ein Vorgang, der wohl zwingendermaßen ein gerichtliches Nachspielhaben wird.Da auch die Dortmunder Polizei sich nicht traute, das Recht aufTeilnahme an einer Demonstration völlig zu unterbinden, wurde in derFolgezeit mit geradezu schneckenhafter Langsamkeit für einenSchienenersatzverkehr durch Pendelbusse gesorgt.Weil absehbar war, daß die Polizei auf Zeit spielte, marschierten dieTeilnehmer vom Bahnhof Körne-West gegen 14.30 Uhr los.Die Kameraden von der Rheinischen Straße wurden gaaaanz langsam perBus zum Platz der zweiten Zwischenkundgebung (=Hauptkundgebung) befördert;das zog sich über viele Stunden hin. (Zu Fuß hätten sie es von dortaus in vielleicht einer Stunde geschafft....) Genauso ging es mit denen,die am Hauptbahnhof festsaßen. Die letzten trafen gegen 18.10 Uhr ein –nach einer Wartezeit von vielleicht sechs oder sieben Stunden, gemessen anihrem Eintreffen an der S-Bahn-Station Dorstfeld...Die nach meiner Zählung etwa 220 Teilnehmer, die von Körne-West ausrund zwei Kilometer marschierten, machten zwischendurch noch eine Kundgebungund trafen dann am Platz ein, wo bereits der größere Teil der anderenGruppen anwesend war.Trotz dieser Zeitverzögerung wurde das ganze vorgesehen Programm –wenngleich mit Kürzungen der Beiträge – durchgezogen; auf jedenFall traten die auf Plakaten im ganzen Stadtgebiet öffentlichangekündigten Redner und Musikgruppen auf. Zu den Rednern gehörten Siggi Borchardt,der NPD-Parteivorsitzende Udo Voigt, der Niederländer KonstantKüsters (Vorsitzender der Niederländischen Volks-Union NVU) und Claus Cremervom NPD-Landesvorstand Nordrhein-Westfalen. Die Redebeiträge wurdenjeweils gemischt mit Auftritten der Musikgruppen Civil Disorder, Carpe Diem undSense of Pride.Gegen 19.30 Uhr war die Kundgebung auf dem großen Platz beendet. Daßam Morgen zuvor zwei Mitglieder der GRÜNEN dort die Kleinigkeit von 6.000Litern Gülle abgelassen hatten, war kaum zu merken; dieReinigungstrupps der Stadt Dortmund hatten gute Arbeit geleistet, und ich hoffe, daßdie Täter diese Arbeit auch bezahlen dürfen.... (Ein Ermittlungsverfahrenwegen Umweltverschmutzung haben sie ohnehin, was für GRÜNE sicherlichbesonders peinlich sein dürfte.) Hier baute die Technik mitBühnen-LKW, großer Lautsprecheranlage und Generatorfahrzeug dann ab undverabschiedete sich, da für die weitere Demonstration der kleineLautsprecherwagen ausreichte.Zwar hatte sich vor dem Abmarsch vom Platz etliche der Teilnehmer schonverabschieden müssen, weil sie mit Bussen gekommen waren und dieFahrer gesetzliche Lenkzeiten einzuhalten hatten oder die Verträge einen solangen Verbleib nicht vorgesehen hatten. Aber es war immer noch einegewaltige Masse, die dann um kurz vor acht Uhr abends loszog. DiePolizei versuchte noch einmal, den weiteren Marsch zu verhindern,konnte sich damit angesichts sowohl der Rechtslage als auch derEntschlossenheit der Kameraden letztlich nicht durchsetzen. Zu weiterenZwischenfällen kam es dann nicht mehr. Nur, daß die Kameraden vomEndpunkt der Veranstaltung aus zur Rückkehr nicht mehr die S-Bahnbenutzen konnten, weil diese weiterhin wegen der technischenBeeinträchtigung stillgelegt war. Bei der Rückreise war derPendelverkehr der von der Polizei organisierten Busse allerdingserheblich schneller als bei der Anreise....So haben es mit ihrem militanten gefährlichen Eingriff in denBahnverkehr die Linken zwar geschafft, den Ablauf der Veranstaltungerheblich zu beeinträchtigen; ihr Ziel haben sie aber dank desBeharrungsvermögens der Teilnehmer nicht erreicht.Auch war die Mobilisierung der Linken erkennbar schwächer als unsere;an der Antifa-Demo sollen nach verschiedenen Medienmeldungen zwischen 600und maximal 1.000 Personen teilgenommen haben. An einer davongetrennten DGB-Kundgebung haben nach Medienmeldungen 800 Personen teilgenommen,was für den DGB in einer Halb-Millionen-Stadt wie Dortmund eigentlich eineher peinliches Ergebnis ist. Die genaue Zahl unserer Teilnehmer istdurch die teilweise chaotischen Verhältnisse schwer zu bemessen. Alswir noch in mindestens drei Gruppen getrennt waren, berichtete derWestdeutsche Rundfunk, es seien 1.300 Nationalisten in der Stadt. Beider Addierung der Zahlen der verschiedenen Gruppen, die letztlichzusammengefunden haben, kommen wir zu einem Ergebnis von mindestens1.000, aber die vom WDR genannten Zahl erschein eher realistisch.Die teilweise durch polizeiliche Schikane extrem lange Wartezeit warfür viele lästig, aber ich glaube, unter dem Strich werden dieKameradinnen und Kameraden es genau so bewerten wie ich: Daß es ein Erfolg war.Denn trotz einer letztlich beinahe bürgerkriegsmäßigen und nachhaltigenUnterbrechung des Schienenverkehrs hat es geklappt. Die Stimmung wargut, das Wetter war ausgezeichnet, und mehr kann man nicht wollen.Teil 3:WEITERE Demonstrationen (in alphabetischer Reihenfolge):Im nicht weit nördlich von Hamburg gelegenen Bad Bramstedtdemonstrierten hundert oder etwas über hundert norddeutsche Kameradenohne mir bekannte Zwischenfälle.In Erfurt schlug die „unheilige Allianz“ zwischenrechtsbrecherischen Linken und der Staatsgewalt voll zu. Am Ausgangsort hatten sichmindesten 1.300 Teilnehmer versammelt. (Einige Quellen sprechen auchvon mehr, es wurden Zahlen von 1.500 oder 1.600 genannt.) Linksextremistenin einer Stärke von angeblich 1.000 Personen blockierten dieWegstrecke. Die von der NPD angemeldete und mit Hilfe parteifreier Kräftegestaltete Veranstaltung wurde von den Behörden aufgelöst. Nicht völlig klarist mir zur Zeit, was der Auflösungsgrund war. Interne Quellen sprechendavon, der Bürgermeister von Erfurt habe dies angeordnet, weil„nur“ 500 Teilnehmer angemeldet gewesen seien, aber erheblich mehr erschienenseien. Das wäre nun ja ein eindeutig rechtswidriger Grund gewesen.Medien sprechen davon, es habe Stein- und Flaschenwürfe von Teilnehmerder nationalen Demonstration gegen die Polizei gegeben, und deshalb seidie Demonstration aufgelöst worden. Ohne genaue Kenntnis der Lage vorOrt nehme ich an, daß das eine reine Schutzbehauptung gewesen ist.In Neubrandenburg demonstrierten nach Angaben von Teilnehmern zwischen600 und 700 Kameraden; die Demonstration wurde von Linksextremistenteilweise akustisch stark gestört, aber schwerere Ausschreitungenwurden nicht gemeldet.In Nürnberg demonstrierten nach verschiedenen Quellen zwischen etwa120 und 200 Teilnehmer. Die Gegendemonstranten hatten dort mit nachMedienangaben 5.000 Teilnehmern ein zumindest zahlenmäßigesÜbergewicht. Unter den Anführern der Gegendemonstration war auch BayernsInnenminister Beckstein. Lustigerweise wurde er von Autonomen mitSteinen und Flaschen beworfen. Tja, wie sagte Franz Josef Strauß zuLebzeiten? „Mit seinen Hilfstruppen darf man nicht zimperlichumgehen.“ Offenbar haben die linksextremen Hilfstruppen des BayerischenStaatsministers des Inneren daraus gelernt; sie sind mit ihremStaatsminister nicht zimperlich umgegangen!Kameraden aus Hessen und der Rhein-Neckar-Region demonstrierten mitnach Medienberichten 270 Teilnehmern in Rüsselsheim und Raunheim. (EigeneBerichte sprechen von 300 oder über 300 Teilnehmern.) Auch hier kam eszu Störungen durch Linksextremisten, die aber nach bisherigemKenntnissand den Ablauf der Veranstaltung nicht wirklichbeeinträchtigenkonnten.In Vechta letztlich demonstrierten nach verschiedenen Meldungenzwischen 100 und 150 Teilnehmer. Die für mich persönlich glaubwürdigsteZählung eines Teilnehmers belief sich auf 115 Personen. Die Demonstrationführte durch eine Gegend mit Einfamilienhaus-Bebauung, was mir keine günstigeRoute erscheint. Der Spitzenkandidat der NPD für die Landtagswahl inNiedersachsen sieht das anders; er meinte, gerade die Anwohner insolchen sonst völlig ruhigen Straßen hätten die Demonstration mitbesonderer Intensität wahrgenommen.Parteiungebundene Kräfte in Sachsen führten mehrere Aktionen durch,die wohl vorher nicht behördlich angemeldet gewesen waren. Die größtedavon soll bei 300 Teilnehmer gehabt haben. Aus Thüringen wird auch voneiner längeren Spontandemonstration in Gotha berichtet, die offenbar vonvormaligen Teilnehmern der aufgelösten Demonstration in Erfurt mitungefähr 150 Personen durchgeführt worden ist.Die Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und istmithin eine provisorische.Ganz allgemein ist aber der Eindruck enstanden, daß das nationaleLager an diesem 1. Mai zumindest geringfügig mehr Teilnehmer für alleöffentlichen Aktivitäten hat mobilisieren können als im vergangenenJahr. Es mögen unter dem Strich 4.000 gewesen sein, während es imletzten Jahr wohl eher bei 3.500 gewesen sind.Wenn wir allerdings daran denken, daß die Gewerkschaften nach den(möglicherweise geringfügig „geschönten“) Berichten der Medienrepublikweit etwa eine halbe Million Menschen auf die Straße bekommenhaben, müssen wir natürlich sagen, daß wir noch viel zu tun haben,bevor wir wirklich eine gesellschaftlich relevante Kraft sind. Und wenn wirdaran denken, daß am 1. Mai 1998 in Leipzig beispielsweise 5.000Nationalisten zusammengekommen sind, dann müssen wir auch erkennen,daß wir uns zwar in die Breite entwickelt haben, aber Spitzenleistungennoch immer ein wenig unter dem liegen, was wir in früheren Jahren oder auchbei anderen Gelegenheiten geschafft haben. Daran sollte noch gearbeitetwerden. Allen äußeren und inneren Widerständen zum Trotz.Hamburg, den 2. Mai 2007Christian Worch
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