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Berichte Demos > 2007
Dresden: 2000 Teilnehmer gedenken den Opfern von DresdenAm Abend des 13.Februar fand, veranstaltet von der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland, der jährliche Gedenkmarsch im Gedenken an die hunderttausenden Opfer der Zerstörung Dresdens am 13.Februar 1945 statt. Um die 2000 Teilnehmer wohnten der Veranstaltung bei. Darunter auch Delegationen aus Spanien, England, Deutsch-Österreich, Ungarn sowie dem ganzen Bundesgebiet.Aufgrund der für Dresden bisher eher ungewöhnlich stark repressiven Willkürmaßnahmen konnte sich der Gedenkmarsch erst mit etwa 1 ½ stündiger Verspätung in Bewegung setzen. So wird unter anderem eine Vielzahl von Transparenten wegen angeblicher Überlänge eingezogen, während wieder andere ungehindert in die Veranstaltung verbracht werden können. Auch das „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ ist von diesen Willkürmaßnahmen betroffen, wobei sämtliche Transparente desselben mit der Begründung einer angeblichen Überlänge und eines damit verbundenen Verstoßes gegen §26 Sächs. Polizeigesetz sichergestellt werden. Die Organisatoren der „Aktionswoche 13.Februar“ beraten nun, ob und in welcher Form die Transparente doch noch zum Einsatz gebracht werden können. Auch andere Demonstrationshilfsmittel, wie zum Beispiel Fahnen, werden willkürlich eingezogen. Selbst Abgeordnete der NPD-Fraktion Sachsen, will man am Erreichen des Veranstaltungsortes hindern. Zumindest bei der Sicherstellung der Transparente handelt es sich um Zuwiderhandlungen gegen den Auflagenbescheid der Stadt Dresden von Seiten der Polizei. Eventuelle juristische Schritte können bei der Koordinationsstelle des Aktionsbündnisses unter: 0351-2727330 besprochen werden.Gegen 20.30 Uhr setzt sich der Marsch in Bewegung. Immer wieder wird gestoppt, weil die Einsatzleitung der Polizei immer wieder die Abstände zwischen den mitgeführten Transparenten und Spruchbändern bemängelt. Das Terrassenufer entlang, vor der beleuchteten Silhouette der historischen Dresdner Altstadt und vorbei an den beleuchteten Bauten der Brühlschen Terrasse zieht sich die Menschenkette. An der Augustusbrücke der erste kleinlaute Protest.Nach längerem Stillstand des Zuges, verursacht durch eine Sitzblockade mehrerer hundert Gegendemonstranten wird die Demonstrationsstrecke verkürzt. Über die Steinstraße und den Rathenauplatz wird auf die St.Petersburger Straße in Richtung der „Trümmerfrau“ vor dem Dresdner Rathaus eingebogen. Hier steht eine größere Ansammlung von Gegendemonstranten. Vereinzelt schleudern diese Wurfgeschossen und Böller in die Reihen der Teilnehmer. Die Polizei verhindert Übergriffe und verhaftet einige Gegendemonstranten. Am Platz vor dem Rathaus wird im großen Kreis um die „Trümmerfrau“ Aufstellung genommen. Fackeln werden entzündet und die Zwischenkundgebung abgehalten. Als Sprecher treten Dr. Olaf Rose sowie Dipl. Ing. Peter Naumann auf. Der Schein der Fackeln taucht das Antlitz der „Trümmerfrau“ in ein dämmriges Licht. In dieser ergreifenden Atmosphäre erklingt zum Abschluss der Kundgebung tausendfach das Lied der Deutschen in allen drei Strophen.Während sich ein Großteil der Teilnehmer aus logistischen Gründen nun bereits auf den Rückweg in Richtung Hauptbahnhof macht, es war bereits kurz nach 24.00 Uhr, setzt der Gedenkmarsch seinen Weg über die Wilsdruffer Straße, vorbei am Altmarkt zum Ausgangspunkt der Veranstaltung fort.Die Teilnahme von 2000 Menschen am Gedenkmarsch am 13.Februar 2007 in Dresden spricht für sich. Ganz besonders in Anbetracht der Delegationen aus dem europäischen Ausland. 2008 ist, bei rechtzeitiger Bekanntgabe der terminellen Gegebenheiten, mit einem deutlichen Anstieg der Teilnehmerzahlen zu rechnen. Das „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ wird seine Forderung nach einem würdigen Gedenken am Tag der Zerstörung Dresdens, weiterhin mit den ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten vertreten. Auch wenn das „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ selbst auch nur Teilnehmer am von der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland veranstalteten Gedenkmarsch war, bedanken sich die in ihm Wirkenden bei allen Teilnehmern für die außerordentliche Disziplin, trotz der massiven Repressionen der Polizei und die Angriffe der Gegendemonstranten. Dies ist ein deutliches positives Zeichen pro den 13.Februar.Aktionsbündnis gegen das VergessenQuelle: Aktionsbündnis gegen das Vergessen
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