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Berichte Demos > 2006
Ein junges Volk steht auf, zum Sturm bereit
Unter dem Motto "Stoppt die Propaganda der selbsternannten Demokraten! Für das Selbstbestimmungsrecht unseres Volkes!" wurde am 30.09 nach Hoyerswerda geladen. Schon am Bahnhof wurden die antreffenden Widerstandkämpfer von einem Grossaufgebot der Systemwächter empfangen. Unbeirrt bildeten sie jedoch ihre Formation und marschierten in Dreierreihen zum "Neustädter Bahnhof", der rund 1,5 km weiter liegt. Lieder wie "Ein junges Volk steht auf" und "Die Gedanken sind frei" schmetterten sie den verdutzten Polizisten entgegen, welche die Widerstandskämpfer in ihren Autos begleiteten und für einen freien Weg sorgten. Nicht dass sich ihnen jemand in den Weg stellte, nein, sie marschierten auf der Hauptstraße und so musste der Verkehr kurzzeitig gesperrt werden.
Bürger stiegen von ihren Fahrrädern ab, Autos fuhren langsam vorbei. Der Anblick der singenden Truppe begleitet von einigen Polizeiautos sorgte schon im Vorfeld der Demonstration für Aufsehen in Hoyerswerda.
Am Neustädter Bahnhof wurden die Widerstandskämpfer von endlos viele Systemwächtern in Empfang genommen, es folgten Personenkontrollen. Kameraden die beispielsweise ein Tuch in ihrem Rucksack mit sich führten, bekamen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Das Tuch wurde sichergestellt mit dem Vermerk, dass der Betroffene auf die Wiedergabe des Gegenstandes verzichtet. Man könnte sich mit diesem Tuch ja vermummen.
Die Personenkontrollen zogen sich hin, und durch weitere Schikanemaßnahmen der Staatssicherheit wurde der Start der Demonstration verzögert. Alles in allem jedoch nichts ungewöhnliches, entlohnt wurden die Kämpfer mit schönstem Spätsommerwetter.
Dass nur schwer Ordner gefunden wurden, lag nicht wie von der Systempresse vermutet daran, dass es wenige Widerstandskämpfer gäbe die nicht vorbestraft seien. Es lag vielmehr daran, dass nicht jeder damit einverstanden ist, dass seine persönlichen Daten an die Staatsmacht weitergeleitet werden und bei einer eventuellen Eskalation, sein Name damit im Zusammenhang stehen könne.
Als der Demozug startete, wurden rund 240 Kameraden gezählt. Mit erhobenen Fäusten, Parolen rufend marschierte der Zug in die Stadt hinein. Auf dem gleichen Weg, welchen vor genau einer Woche die Antideutschen nahmen, schritten sie zum Lausitzer Platz. Durch die zeitliche Nähe der beiden Demonstrationen, hatte man einen direkten Vergleich, wer wohl mehr Interesse bei den Bürgern erzeugte. Rein subjektiv kann man sagen, dass der nationale Sozialismus wohl interessanter war. So interessant, dass sich mehrmals Bürger in den Demozug einreihen wollten. Dies wurde jedoch dadurch verhindert, dass die Systemwächter die Personalien der Bürger kontrollierten und diese vor Ort nach Waffen abtasteten. So konnten alle Anwesenden sehen, was die Freiheit und Gleichheit der Demokratenheuchler wirklich bedeutet.
Die erste kleine Zwischenkundgebung fand genau gegenüber des "Dock28" statt, wo sich auch einige Antideutsche versammelt hatten. Es wurde kurz über die Machenschaften und Verstrickungen dieses Klubs berichtet.
Die Demonstration verlief danach zum Lausitzer Platz zurück, wo schon sehr viele Bürger mit Interesse auf sie warteten. Hier wurde dann darüber aufgeklärt, aus welchem Grund nationale Sozialisten heut aufmarschierten. Eine Umfrage wurde ausgewertet, in welcher sich 90 Prozent der Bürger so äußerten, das sie keine Angst vor "Nazis" hätten.
Weiter ging's durch die Altstadt zum Bahnhof. Auf dem Weg musste immer wieder festgestellt werden, dass Bürger willkürlich abgetastet und kontrolliert wurden. Sogar Kinder mussten diese Willkür über sich ergehen lassen. Die Systemwächter sollten sich einmal gut überlegen, ob es klug ist sich für einen Hungerlohn beim eigenen Volk unbeliebt zu machen, und dass so kurz vorm Untergang des alten Regimes.
Am Bahnhof wurden während der Abschlussrede Spendengelder für die bevorstehenden Prozesse gesammelt, denn es hagelte vor und während der Demonstration regelrecht Anzeigen. Es bleibt noch festzuhalten, dass der Redner direkt nach Beendigung der Veranstaltung von zwei Systemwächtern abgeführt wurde, um "seine Personalien festzustellen", da dieser nun eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz erhält. Der Grund: Es wurde dazu aufgerufen, dass die Kameraden, die wieder zum Neustädter Bahnhof zurück mussten, geschlossen in Gruppen den Weg gehen sollten, um eventuellen Angriffen vorzubeugen.
Dies erzeugte bei den noch Anwesenden Kameraden Unmut der sich dahingehend äußerte, dass Viele den Systemwächtern folgten und die Freigabe des Kameraden forderten. Die Reaktion des Systems darauf war eine Zusammenballung seiner Kräfte. Die Situation wurde dahingehend entschärft, dass die aufgebrachten Widerstandskämpfer "Die Gedanken sind frei" sangen, um ihren friedlichen Protest zum Ausdruck zu bringen. Als der Kamerad wieder hervorgeführt wurde, entschärfte sich die Situation.
Dieses Machtspielchen hatte allerdings auch seine Vorteile. So verließen viele Kameraden die Veranstaltung mit Hass und Wut auf das alte Regime, und Ohnmacht gegenüber der Stärke der Systemwächter. Diese Wut wird in aktionistischer Form wieder seinen Weg zum alten Feind finden und die Ohnmacht löst sich erst wieder auf, wenn sie ihre Tat vollbracht haben.
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