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Magdeburg 16.01.07

Berichte Demos > 2007

Polizei sichert Haus des OB vor rechter Demonstration

Neonazis missbrauchen den 62. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg für ihre Propaganda
Polizei sichert Haus des OB vor rechter Demonstration
Von Matthias Fricke und Karl-Heinz Kaiser (Magdeburger Volksstimme)

Magdeburg. Eine Gruppe Rechter ist gestern Abend gegen 19. 20 Uhr vor das private Haus von Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper gezogen und hat dort mit mehreren Transparenten demonstriert. Das Haus befindet sich im Stadtteil Alt-Olvenstedt. Die Polizei zog etwa 60 Einsatzkräfte zusammen. " Nach dem Eintreffen der Beamten verhielten sich die Rechten weiter ruhig ", erklärte Erster Hauptkommissar Peter Palm als Einsatzleiter vor Ort. OB Lutz Trümper, der zu einem Festkonzert anlässlich des 62. Jahrestages der Zerstörung Magdeburgs in das Opernhaus fahren wollte, führte ein Gespräch mit den Rechten. Hintergrund des Protestes ist ein Vorfall auf dem Westfriedhof.

Die " Initiative gegen das Vergessen ", eine Gruppe Rechtsradikaler, hatte nach der offiziellen Kranzniederlegung durch die Stadt einen eigenen Kranz niedergelegt. Darauf stand : " Unsere Mauern brechen, unsere Herzen nicht. " Da dies nationalsozialistischer Propaganda entspricht, machte der OB von seinem Hausrecht Gebrauch. Er wies das Ordnungsamt an, den Kranz zu entfernen. Ordnungsbeigeordneter Holger Platz erklärte, dass es zuvor auf dem Westfriedhof zu einer Panne gekommen sei. Ursprünglich wollte das Ordnungsamt verhindern, dass die Rechten den Friedhof während der offiziellen Gedenkfeier betreten. Doch das misslang. Die Rechten nutzten einen Seiteneingang. Um die Situation nicht eskalieren zu lassen, griffen die Ordner erst ein, als die offizielle Feier beendet war und auch die Rechten ihren Kranz abgelegt hatten. Dieser wurde entfernt.

Offensichtlich sauer über diese Handlung marschierte die rechte Gruppe zum Haus des OB. Die Polizisten nahmen die Personalien auf und sprachen Platzverweise aus. " Wir haben die Transparente sichergestellt und werden sie nach strafrechtlichen Gesichtspunkten untersuchen. Außerdem prüfen wir, ob gegen das Versammlungsrecht verstoßen wurde ", so Peter Palm.

Lutz Trümper äußerte sich um 21. 30 Uhr im Opernhaus zu dem Zwischenfall vor seinem Privathaus. Er hatte dem traditionellen Konzert zum 16. Januar beigewohnt. Er sei gegen 19. 20 Uhr auf etwa 20 bis 30 Menschen vor seinem Haus aufmerksam gemacht worden, sagte er. Die Unbekannten hatten Transparente ausgerollt und skandierten mehrere aggressive Sprüche. Einer davon lautete " Trümper und Deine Bande, Ihr seid für Deutschland eine Schande ". Unter dem Schutz der Polizei begab sich der OB vor das Haus und sprach mit den Neonazis. Als Begründung für die Proteste gaben die Sprecher der " Initiative gegen das Vergessen " ( ein Zusammenschluss von Nationalisten und NPD-Mitgliedern ) die neue Friedhofssatzung und das Entfernen des von ihnen abgelegten Kranzes an. Sie drohten weitere Aktionen im Stadtrat an. Die Polizei, so Trümper, habe mehrere Männer erkannt und sie der rechten Szene zugeordnet.

Oberbürgermeister und Komplizen werden immer unverschämter!


Am 16. Januar 2007 dem Jahrestag des Bombenangriffes auf Magdeburg, begab sich auch dieses Jahr wieder eine Abordnung des nationalen Widerstandes zur städtischen Gedenkveranstaltung auf den Westfriedhof. Die nach momentaner Rechtslage auch die einzige Gedenkveranstaltung im Monat Januar auf dem Westfriedhof sein soll, wenn es nach den noch Herrschenden geht. Wie wir bereits hier berichteten, änderte der Stadtrat auf einen interfraktionellen Antrag hin die Friedhofsverordnung und verbietet ab nun sämtliche Veranstaltungen auf dem Westfriedhof mit Ausnahme der eigenen.
Doch am diesjährigen Jahrestag übertrafen sich die Stadtoberen und ihre Behörden noch um ein vielfaches an Pietätlosigkeit. So ist es laut Zeitungsbericht nur dem Zufall bzw. dem geschickten Vorgehen unserer Kameraden zu schulden, das diese überhaupt an der Veranstaltung teilnehmen konnten, da laut Zeitungsbericht das Ordnungsamt bereits im Vorfeld das Betreten unserer Aktivisten verhindern wollte und es uns nur dadurch gelang das wir den Seiteneingang benutzen.
Diese Aussage des Ordnungsbeigeordneten Herrn Holger Platz überführt somit den Herrn Oberbürgermeister Trümper der Lüge, da wie er uns vor seiner Haustür gegenüber versicherte es allen Menschen freie stehe diese städtischen Gedenkveranstaltungen zu besuchen. Dessen noch nicht genug, veranlasste die Stadt die Entfernung unseres Gedenkkranzes vor den Augen unserer Kameraden, ein an Pietätlosigkeit nicht mehr zu übertreffender Vorfall. Sie verhöhnen unsere Opfer und unser Volk, sie treten ihr Andenken mit Füßen und zeigen nur all zu deutliche wie ernst es ihnen um die Nöte, die Zukunft und das Wohlergehen unseres Volkes wirklich ist. Sie führen das Wort der Demokratie und der Toleranz so oft im Munde, doch sind sie es die sie am wenigsten leben. Sie beklagen die politische Verfolgung vergangener Epochen, doch sie sind es, die mit Hilfe der Schweinejournalie gegen politische Minderheiten hetzen und durch ihre Exekutive jagen.
Wir werden es niemals zulassen, die Andacht an unsere Opfer von euch die ihr mit diesem Volk nichts mehr gemein habt missbrauchen zu lassen. Jedes Unrecht bekommt ihr quittiert ob früher ob später, überall dort wo ihr uns am wenigsten erwartet da werden wir zur Stelle sein und unserem Protest Ausdruck verleihen.


Bericht von nationale-sozialisten.com


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