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Spontan Demos zum G8 02.06.07

Berichte Demos > 2007

Wittenberge:
Am frühen Morgen machte man sich los um zu der
Großdemo nach Schwerin zu fahren. Natürlich wussten
wir das sie noch verboten war, aber man hoffte das das
Verbot noch aufgehoben wird.
Wir saßen also alle schon im Zug bis uns die Nachricht
ereilte das man uns in Wittenberge aufhalten wolle, da
die Demo in Schwerin verboten ist und bleibt.
Also, was machen?
Wir beschlossen das wir uns nicht auf dem Bahnhof in
Wittenberge festhalten lassen wollten und bereiteten
uns schon mal darauf vor das es brenzlig werden könnte
mit der Polizei dort. als wir dann in Wittenberge
angekommen sind haben wir nur vereinzelt ein paar
Polizisten gesehen. Und diese Chance haben wir
natürlich gleich genutzt. Die Transparente und Fahnen
nach Vorne und schon gings los. Zwei Dorf Polizisten
wollten uns zwar aufhalten, aber die haben dann
schnell gemerkt das Sie wahrscheinlich nichts gegen
150 - 200 Personen ausrichten können!
Diese kleine "Hürde" überwunden und auf ging es
Richtung Innenstadt. Da wir uns "leider" verlaufen
hatten hat es etwas länger gedauert bis wir unsere
Kundgebung in Wittenberge abhalten konnten.
Erst haben wir gedacht das es hier garnichts bringt zu
demonstrieren, aber als wir mit der Kundgebung
anfingen waren dann plötzlich doch viele Bürger
anwesend.
Es sah so aus als würden sich die Bürger wirklich
dafür interessieren und Sie haben ruhig unserem Redner
gelauscht.
Außer einer Person die sich lautstark vom Balkon
seiner Wohnung darüber aufregte das wir hier Spontan
demonstrierten und dann auch noch das Deutschlandlied
nach der Kundgebung gesungen haben und eine weitere
Person am Straßenrand die "Nazis Raus" brüllte.
Die Bürger haben auch sehr gut auf unsere Flugblätter
reagiert und Jeder hat eins genommen, aber ob Sie es
gelesen haben weiß ich leider nicht.
Linke waren auch zu sehen, aber nur von sehr weiter
Entfernung und es waren auch nur max. 5 mit 2 Hunden.
Als man dann wieder bei dem Bahnhof ankam hat man sich
natürlich gefreut das alles so gut verlaufen ist und
man hat garnicht mit bekommen das ein Kamerad von der
Polizei bedrängt wurde. Der Kamerad musste sich
unbedingt mal erleichtern und hat sich deswegen von
der Gruppe entfernt. Zur Info, im Bahnhof waren die
Toiletten abgeschlossen und auf den Zug mussten wir
noch eine Stunde warten.
Und dies nutzte die Polizei als vorwand unseren
Kameraden fest zu halten.
Doch nicht mit uns, als ein anderer Kamerad dann
schrie, das die Polizei einen unserer Leute hatte
bewegte sich der ganze Mob in Richtung der 7-8
Polizisten die unseren Kameraden einkesselten und
gerade seine Personalien aufnahmen.
Aber nun war die Polizei mal in der Situation
eingekesselt zu sein und das schien den Systembütteln
garnicht zu gefallen.
Einer der Herren hatte schon sein Pfefferspray in der
Hand und es wurde ihm sehr deutlich gemacht, das wenn
er es einsetzen würde das es dann ganz schön Ärger
geben würde.
Unter lautstarken Parolen, wie "1 2 3 lasst unseren
Kameraden frei", wurde unser Mitstreiter von uns
befreit.
Nachdem man dann auch seinen Ausweis und eine
Aufforderung zur Zahlung von 15€ wieder hatte,
beruhigte sich die Situation und wir gingen wieder zum
Bahnhofsvorplatz.
Die 15€ soll er bezahlen weil er sich dort
erleichterte, doch was soll er tun wenn im Bahnhof die
Toiletten abgesperrt sind und der Zug erst in einer
Stunde kommt?
Naja, was solls.
Jetzt hieß es warten und einige Kameraden gingen
nochmal in größeren Gruppen durch die Stadt um sich
etwas Essen und Trinken zu kaufen.
Im Zug freute man sich noch immer und man beschloss
doch noch eine weitere Sponti zu machen, aber diesmal
auf dem Sachsen Anhalt Tag in...

..Osterburg:
In Osterburg angekommen haben sich erst alle Kameraden
ruhig verhalten und haben sich gesittet vom Bahnhof
entfernt. Die drei Beamten die da standen wussten
garnicht was Sie von uns halten sollten und haben uns
passieren lassen. Aber was hätten sie auch anderes tun
sollen
Vorbei an Ständen der Bundeswehr ging es Richtung
"Volksfest" und es wurde sich erneut formiert und
schon ging es los. Unter Sprechchören wie "Frei,
Sozial und National" machte man sehr stark auf sich
aufmerksam. Plötzlich kamen von Hinten Polizisten
angerannt und unsere Leute erhöhten auch ihr Tempo.
Vorbei an Bussen und Ständen, die auf der Straße
standen, immer weiter auf das Fest zu. Plötzlich
Polizei vor uns, es gab Keinen der zögerte und es
wurde weiter gelaufen, Jeder hat sich bei dem
"Durchbruch" beteiligt. Naja, es war ja auch nur eine
Kette mit max. 8 Polizisten. Doch diese Polizisten
gaben nicht auf und probierten es noch dreimal bis
auch sie einsahen das den Widerstand keiner aufhalten
kann.
Und so kam es das wir genau in Mitten des Festes
marschieren konnten. Die Besucher haben nicht schlecht
geschaut als sich 150 - 200 Aktivisten durch die eh
schon engen Gassen des Festes begaben. Vorbei an
Multikulti Ständen
(wo man sich den ein oder anderen "H!n Gucken" Button
mit nahm)
Und schon erspähte man die Große Bühne von "Radio
SAW".
Also alle auf den Platz und sich vor der Bühne
postiert. Die Leute mit den Transpis haben sich dann
auf Tische gestellt damit jeder Besucher dieses Brot
und Spiele Festes lesen konnte was wir zu sagen haben.
Die Fahnenträger postierten sich vor den Tischen mit
unseren Transpis und es war ein Augenblick der
Euphorie, man hat sich als Sieger gesehen.
Als man dann gleich mit einer Kundgebung starten
wollte machte es uns die SAW Bühne nicht leicht, sie
drehten die Musik so weit auf das auch der letzte
Taube die Musik verstanden hatten.
Unter der beschallung von dem Lied "Love Generation"
fingen einige Aktivisten an zu der Musik zu Tanzen und
unsere Fahnen tanzten vor der Bühne :fsh ow:
Als die Polizei unsere Jungs mit den Transpis dann
unsanft von den Tischen stieß wäre es fast eskaliert,
doch die "Staatsmacht" hat sich dann doch lieber
zurück gehalten.
Wir feierten noch kurz und setzten dann unseren Marsch
wieder in Bewegung. Wieder vorbei an Fressbuden und
sonstigem wo dem Bürger das Geld aus der Tasche
gezogen wird.
Außer ein paar Bürger die nicht gerade erfreut waren
das wir auf dem Fest waren gab es keine Proteste gegen
uns.
Und auf den Zug mussten wir diesmal auch nicht warten,
unsere Demo endete genau vorm Zug und man fuhr weiter
in Richtung...

..Stendal:
Was haben wir gelacht und uns gefreut wie gut das In
Osterburg gelaufen ist. Unser nächster Halt sollte
dann Stendal werden, der Zug wäre dort eh nicht weiter
gefahren und wir hätten Umsteigen müssen. Also
beschlossen wir das wir in Stendal doch auch noch
gleich was machen könnten
Wir fuhren in Stendal ein und man sah nur Polizei. Wir
wollten aussteigen doch die Polizei hinderte uns
daran. Ihnen war es egal das wir dann sagten das wir
nur zu unserem Zug wollen. Unser Zug fuhr dann
natürlich ohne uns ab. Eine Sponti hätten wir uns eh
schenken können. (Frage mich wo auf einmal so viel
Polizei her kam.)
Dadurch das der Zug dann ohne uns weg war und man uns
immernoch nicht aus dem Zug lassen wollte haben einige
Kameraden die Türen auf der anderen Seite geöffnet und
sind über die Schienen abgehauen. Die Polizei hat noch
Pfefferspray in den Zug gesprüht wo die Kameraden raus
sind. (Ich bin auch mit raus, aber als einer der
Letzten und da war auch schon die Polizei da)
Endlich lies die Polizei uns doch aus dem Zug und wir
mussten auf dem Bahnsteig auf unseren Zug warten. Zum
Glück kamen dann noch die anderen Kameraden und es
wurde keiner verhaftet. Der ein oder andere Ausreißer
hatte zwar mal einen Knüppel ab bekommen, aber so was
steckt man schnell weg
Der Zug kam, man stieg ein und machte sich auf die
Heimreise. Im Zug noch schön gelacht und sich gefreut
was für ein toller Tag es war!


Fazit:
Ich möchte sagen es war ein grandioser Tag für den NW.
Wenn ich höre/lese wo noch überall in der brD Spontis
waren, dann kann man nur hoffen das es öfter so ist
und das auch in Zukunft alles so verlaufen wird.
Wir hatten einen sehr spaßigen Tag und ich will ihn
nicht missen. Freue mich schon auf die nächsten
Aktionen und hoffe das es dann noch mehr werden die
sich an solchen Aktionen beteiligen
Widerstand macht Spaß!!!!!


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